Die Rente mit 63

Können Sie ohne Abzüge in den Ruhestand gehen?


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Die Altersrente für besonders langjährig Versicherte (Rente mit 63) gibt es seit Inkrafttreten des Rentenpakets am 01.07.2014. Das Konzept kommt an: Nach Zahlen der Rentenversicherung gingen 2018 rund 251.000 Anträge auf die vorzeitige Rente ein. Von den Regelungen profitieren vor allem Versicherte, die mindestens 45 Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben. Sie werden als besonders langjährig Versicherte bezeichnet. Gehören Sie dazu? In unserem Ratgeber erfahren Sie die wichtigsten Dinge zur Rente mit 63, wie Sie Abschläge vermeiden und welche Alternativen es gibt.


Voraus­set­zungen für die abschlags­freie Rente ab 63

  • Sie wurden vor dem 1. Januar 1953 geboren.
  • Sie waren mindestens 45 Jahre in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert.
  • Sie gehen nach dem 1. Juli 2014 in Rente.

Für alle besonders langjährig Versicherten, die nach dem 31.12.1952 geboren wurden, verschiebt sich der frühestmögliche Beginn der Rente nach hinten. Sie können nicht mehr ab Erreichung des 63. Lebensjahres in Rente gehen, sondern müssen pro Jahr zwei Monate draufrechnen. Sind Sie nach dem 1. Januar 1964 geboren, können Sie abschlagsfrei nach 45 Beitragsjahren in Rente gehen, wenn Sie das 65. Lebensjahr vollendet haben.

Welche Zeiträume werden bei der Altersrente für besonders langjährig Versicherte berücksichtigt?

Im Zentrum jeder Rentenberechnung steht die individuelle Erwerbsbiografie. Das ist bei der Rente mit 63 Jahren nicht anders. Angerechnet werden alle Zeiten, auf die die folgenden Umstände zutreffen.

  • Pflichtbeiträge für eine Beschäftigung oder selbstständige Tätigkeit
  • Beiträge für Minijobs, die vom Arbeitnehmer und Arbeitgeber gezahlt werden. Beiträge für Minijobs, die nur vom Arbeitgeber gezahlt werden, werden anteilig berücksichtigt.
  • Freiwillige Beitragszeiten während einer Beschäftigung oder selbstständigen Tätigkeit von mindestens 18 Jahren
  • Zeiten von Wehr- oder Zivildienst
  • Berücksichtigungszeiten der nicht erwerbsmäßigen Pflege von Angehörigen
  • Zeiten für die Erziehung von Kindern bis zum 10. Geburtstag
  • Berücksichtigungszeiten wegen des Bezugs von Sozialleistungen wie Arbeitslosen- und Teilarbeitslosengeld, Kranken- und Verletztengeld, Übergangsgeld
  • Ersatzzeiten, in denen Beitragszahlungen durch besondere Gründe verhindert wurden, etwa durch politische Haft in der DDR

Welche Zeiträume werden bei der Rente mit 63 nicht berücksichtigt?

Um eine Welle an Frühverrentungen zu vermeiden, sind Zeiträume der Arbeitslosigkeit direkt vor Rentenbeginn gesondert geregelt. Wer innerhalb der zwei Jahre vor Beginn arbeitslos wird und Arbeitslosengeld bezieht, erwirbt keine Ansprüche für diesen Zeitraum. Dieser Zeitraum wird nur angerechnet, wenn das Unternehmen des Antragstellers insolvent wurde oder der Arbeitgeber sein Geschäft vollständig aufgegeben hat.

Die folgenden Zeiträume spielen für einen Beginn der Rente nach 45 Jahren Beitragszahlung ebenfalls keine Rolle:

  • Pflichtbeiträge während des Bezugs von Arbeitslosengeld II oder Arbeitslosenhilfe
  • Zeiten des Versorgungsausgleichs nach Scheidungen
  • Zeiten des Rentensplittings unter Ehepaaren oder eingetragenen Lebenspartnern

Von der Rente mit 63 zur Rente mit 65: Schritt­weise Anhe­bung des Renten­ein­tritts­al­ters

Die abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren gilt nur für Geburtsjahrgänge bis einschließlich 1952. Zudem darf die Rente frühestens am 1. Juli 2014 begonnen haben. Rückwirkende Anpassungen sind nicht möglich. Wer nach dem 31.12.1952 geboren wurde, muss länger arbeiten: Das Renteneintrittsalter wird schrittweise um 2 Monate pro Lebensjahr angehoben. Langfristig wird aus der Rente mit 63 so die Rente mit 65. Diese gilt für alle Jahrgänge ab 1964. Bedingung: Sie können erst dann nach 45 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen, wenn sie das 65. Lebensjahr vollendet haben.

Schritt­weise Anhe­bung des Renten­ein­tritts­al­ters auf 65 Jahre

Jahrgang
AnhebungRenteneintrittsalter

1953

2 Monate

63 Jahre + 2 Monate

1954

4 Monate

63 Jahre + 4 Monate

1955

6 Monate

63 Jahre + 6 Monate

1956

8 Monate

63 Jahre + 8 Monate

1957

10 Monate

63 Jahre + 10 Monate

1958

12 Monate

64 Jahre + 0 Monate

195914 Monate64 Jahre + 2 Monate
196016 Monate64 Jahre + 4 Monate
196118 Monate64 Jahre + 6 Monate
196220 Monate64 Jahre + 8 Monate
196322 Monate64 Jahre + 10 Monate
196424 Monate65 Jahre + 0 Monate
  • Quelle: https://www.bmas.de/DE/Themen/Rente/Gesetzliche-Rentenversicherung/rente-ab-63-art.html


Rente mit 63: Mit Abschlägen auch für langjährig Versicherte möglich

Für langjährig Versicherte gibt es ebenfalls die Möglichkeit, mit 63 Jahren in den Ruhestand zu gehen. Hierfür benötigen Versicherte eine Versicherungsdauer von 35 Jahren. Anders als bei der Rente mit 63 für besonders langjährig Versicherte fallen hierbei aber Abschläge an. Für jeden Monat, den Sie früher in Rente gehen, werden 0,3 Prozentpunkte vom monatlichen Rentenbetrag abgezogen. Wie hoch der maximal mögliche Abschlag ausfällt, hängt von Ihrem Geburtsjahrgang ab.

Altersgrenze: Wer vor 1949 geboren wurde, kann die Rente für langjährig Versicherte regulär ab dem 65. Geburtstag beziehen. Der Bezug der Rente mit 63 Jahren verursacht einen Abschlag von 7,2 Prozent. Für die Jahrgänge von 1949 bis 1963 erhöht sich das Renteneintrittsalter schrittweise. Ab dem Jahrgang 1964 liegt es bei 67 Jahren. Auch für langjährig Versicherte ist es möglich, die Rente bereits mit 63 zu beziehen. Der Abschlag beträgt 14,4 Prozent.

Anhe­bung der Alters­grenze für lang­jährig Versi­cherte

Jahr­gang
Renten­be­ginnAbschlag: Renten­be­ginn mit 63
bis 12/1948 65 Jahre + 0 Monate

7,2 %

01/1949 65 Jahre + 1 Monate

7,5 %

02/1949 65 Jahre + 2 Monate

7,8 %

03 bis 12/1949 65 Jahre + 3 Monate

8,1 %

1950

65 Jahre + 4 Monate

8,4 %

1951

65 Jahre + 5 Monate 8,7
1952 65 Jahre + 6 Monate

9,0 %

1953 65 Jahre + 7 Monate

9,3 %

1954

65 Jahre + 8 Monate 9,6 %
1955 65 Jahre + 9 Monate

9,9 %

1956

65 Jahre + 10 Monate

10,2 %

1957

65 Jahre + 11 Monate

10,5 %

1958

66 Jahre + 0 Monate

10,8 %

1959

66 Jahre + 2 Monate

11,4 %

1960

66 Jahre + 4 Monate

12,0 %

1961

66 Jahre + 6 Monate

12,6 %

1962

66 Jahre + 8 Monate

13,2 %

1963

66 Jahre + 10 Monate

13,8 %

ab 1964

67 Jahre

14,4 %

  • Quelle: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Rente/Allgemeine-Informationen/Rentenarten-und-Leistungen/Altersrente-fuer-langjaehrig-Versicherte/altersrente-fuer-langjaehrig-versicherte_node.html?https=1

Vertrauensschutzregelungen

Regelungen zum Vertrauensschutz stellen sicher, dass Gesetzesänderungen schrittweise erfolgen. Nach diesen Regelungen sind einige Versicherte von der stufenweisen Anhebung der Altersgrenze auf 67 Jahre ausgeschlossen. Unter bestimmten Umständen können Sie vor der gesetzlichen Altersgrenze in Rente gehen – ohne oder nur mit geringen Abschlägen. Von den Regelungen des Vertrauensschutzes profitieren etwa Versicherte, die:

  • vor dem 1. Januar 1955 geboren wurden und vor dem 1. Januar 2007 mit ihrem Arbeitgeber eine Altersteilzeit vereinbart haben.
  • Anpassungsgeld für entlassene Bergleute erhalten haben.

Ihre Altersgrenze wird nicht angehoben. Sie können auch weiterhin mit 65 Jahren in Rente gehen.

Tipp

Um Abschläge bei der Rente für langjährig Versicherte ganz oder teilweise auszugleichen, kann man ab dem 50. Lebensjahr Sonderzahlungen an die Rentenversicherung leisten. Auskunft über die Höhe der Beiträge wird auf Antrag vom zuständigen Rentenversicherungsträger erteilt. Besteht Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente, können die Rentenminderungen nicht durch Sonderzahlungen ausgeglichen werden. Nehmen Sie die vorzeitige Rente trotz geleisteter Sonderzahlungen nicht in Anspruch, werden die Zahlungen bei Ihrer späteren Rente berücksichtigt. Eine Auszahlung der Sonderzahlungen ist nicht möglich.


Alter­na­tiven zur Rente mit 63 ohne Abschläge

Wer auf eigene Kosten früher in Rente geht, kann dies natürlich nur dann tun, wenn er die finanziellen Mittel dafür hat, die Zeit bis zum regulären Renteneintritt zu überbrücken. Die Abschläge mögen zunächst gering erscheinen, sie summieren sich aber, wenn man sich beispielsweise zwei Jahre vor dem regulären Beginn frühverrenten lässt. Abhängig vom Gehalt kann es dann um viel Geld gehen. Doch es bestehen Möglichkeiten, Lücken in der Frührente etwas zu füllen.

Flexi­rente

Die Flexirente wurde im Oktober 2016 von Bundestag und Bundesrat beschlossen und ist zum 1. Juli 2017 in Kraft getreten. Das Modell soll den Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand flexibler gestalten und es attraktiver machen, über die Regelaltersgrenze hinaus zu arbeiten. Früher galt für den Hinzuverdienst eine Obergrenze von 450 Euro im Monat. Mit der Flexirente können Sie bei einer vorgezogenen Altersrente bis zu 6.300 Euro im Jahr zusätzlich verdienen, ohne Renteneinbußen hinnehmen zu müssen. Alle Beträge darüber hinaus werden zu 40 Prozent auf die Rente angerechnet.

Haben Sie Spaß an der Arbeit und möchten über die Regelaltersgrenze hinaus arbeiten, kann sich das ebenfalls lohnen. Für jeden Monat, den Sie länger arbeiten, erhalten Sie einen Rentenzuschlag von 0,5 Prozent. Verlängern Sie Ihr Arbeitsleben um ein Jahr, ergibt sich ein Plus von 6 Prozent. Durch die weiteren Beiträge zur Rentenversicherung erhöht sich Ihr Rentenanspruch zusätzlich.

Tipp

Wer das reguläre Renteneintrittsalter erreicht hat, darf unbegrenzt zur Rente hinzuverdienen.

Alters­teil­zeit

Haben Sie nicht die Möglichkeit, abschlagsfrei mit 63 in Rente zu gehen, kann Altersteilzeit eine Option für Sie sein. Das Modell soll älteren Arbeitnehmern einen gleitenden Übergang in die Rente ermöglichen. Ab einem Alter von 55 Jahren kann man beruflich kürzertreten und nur noch die Hälfte der bisherigen Arbeitszeit arbeiten.

Wichtig: Einen Rechtsanspruch auf Altersteilzeit gibt es nicht. Die Förderung durch die Bundesagentur für Arbeit gilt nur noch für Altersteilzeitarbeitsverträge, die vor dem 31.12.2009 abgeschlossen wurden. Durch den Wegfall der Förderung ist die Altersteilzeit für Unternehmen teurer und weniger attraktiv geworden. Sind Sie an Altersteilzeit interessiert, müssen Sie eine individuelle Vereinbarung mit Ihrem Arbeitgeber treffen. Unter Umständen sind jedoch Regelungen zur Altersteilzeit in Tarifverträgen oder Betriebsvereinbarungen enthalten. Gegebenenfalls profitieren Sie auch von dem aktuellen Fachkräftemangel. Denn für Unternehmen kann es interessant sein, erfahrene Mitarbeiter länger im Unternehmen zu halten. Informieren Sie sich rechtzeitig und suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Modellen der Altersteilzeit:

  • Blockmodell: Hierbei wird zwischen Arbeitsphase und Freistellungsphase unterschieden. In der Arbeitsphase wird in Vollzeit gearbeitet, der Beschäftigte erhält jedoch ein reduziertes Gehalt. In der Freistellungsphase ist der Beschäftigte freigestellt und bezieht bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter weiterhin sein reduziertes Gehalt. Wird etwa eine Altersteilzeit für einen Zeitraum von sechs Jahren vereinbart, arbeiten Sie nur in den ersten drei Jahren.
  • Gleichverteilungsmodell: Der Arbeitnehmer arbeitet kontinuierlich bis zum Renteneintritt weiter. Die Hälfte der Arbeitszeit wird über den gesamten Zeitraum verteilt, wobei individuelle Schwerpunkte möglich sind, abhängig von der Vereinbarung mit dem Arbeitgeber. So kann er in einer Woche 30 Stunden arbeiten, in der nächsten nur 20 Stunden. Dadurch ist neben der klassischen Halbtagsbeschäftigung zum Beispiel auch ein projektgebundener Einsatz möglich.

Voraussetzung für den Wechsel in die Altersteilzeit ist, dass das Modell mindestens drei Jahre in Anspruch genommen wird. Zudem muss die Altersteilzeit so geplant sein, dass ihr Ende mit dem Erreichen des gesetzlichen Renteneintrittsalters zusammenfällt. Im Prinzip kann man die Altersteilzeit individuell mit seinem Arbeitgeber vereinbaren.

Lebensarbeits­zeit­konto

Hierbei sammeln Sie über mehrere Jahre hinweg Mehrarbeit an (zum Beispiel durch Überstunden oder nicht genutzte Urlaubstage). Diese Zeit verfällt nicht wie häufig üblich am Monats- bzw. Jahresende, sondern wird Ihnen wie auf einem Bankkonto „gutgeschrieben“. Ältere Arbeitnehmer können die „angesparte“ Zeit direkt vor dem regulären Renteneintritt nehmen – ohne finanzielle Nachteile befürchten zu müssen. Auch der Sozialversicherungsschutz bleibt während der Freistellungsphase vor der Rente erhalten. Da Wertguthaben gesetzlich nur noch in Geld geführt werden können, wird die gesammelte Arbeitszeit in Geldeinheiten umgerechnet. Dadurch können Sie sich auch Einmalzahlungen und Mehrarbeitsvergütungen anrechnen lassen.

Das Arbeitszeitkonto kann auch in Form eines „Wertguthabens“ direkt an die Deutsche Rentenversicherung übertragen werden. Die Übertragung ändert jedoch nichts daran, dass Steuern und Beiträge zur Sozialversicherung anfallen. Grundsätzlich müssen für die Übertragung bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. So können etwa nur Guthaben übertragen werden, die einschließlich des Arbeitgeberanteils zur Sozialversicherung das Sechsfache der monatlichen Bezugsgröße betragen. In den alten Bundesländern lag der Schwellenwert im Jahr 2019 bei 18.690 Euro, in den neuen Bundesländern bei 17.220 Euro. Zudem muss für die Übertragung das Beschäftigungsverhältnis beendet sein, in dem das Wertguthaben erworben wurde.

Der Vorteil der Übertragung an die Deutsche Rentenversicherung: Das Wertguthaben verfällt nicht, wenn man arbeitslos wird oder zu einem Arbeitgeber wechselt, der dieses „Sparmodell“ nicht unterstützt.

Weitere Möglich­keiten
  • Minijob: Seit 2013 sind Minijobs (450-Euro-Jobs) renten­versicherungs­pflichtig. Zwar tragen diese Tätigkeiten nicht allzu viel zur Renten­höhe bei, allerdings gelten sie als reguläre Wartezeit für die Altersrente und werden auch entsprechend wie „normale“ Arbeits­verhältnisse für die Bemessung der Mindest­versicherungs­zeit berücksichtigt.
  • Kindererziehungszeiten / Berücksichtigungszeiten: Wer ein Kind selbst erzieht, bekommt dafür Zeiten von der Rentenversicherung gut­ge­schrieben und erhöht so seine Rente. Wurde das Kind vor 1992 geboren, sind dies zwei Jahre Erziehungszeit, bei Geburten ab 1992 werden drei Jahre angerechnet – im Regelfall auf die Rente der Mutter. Berechtigt sind nicht nur die leiblichen Eltern, sondern auch Adoptiv-, Stief- und Pflegeeltern bzw. Großeltern oder andere Verwandte, wenn das Kind dauerhaft bei diesen lebt und die leiblichen Eltern das Kind nicht erziehen. Die Kinderberücksichtigungszeit beträgt maximal zehn Jahre ab Geburt des Kindes. Sie erhöht nicht direkt den Rentenwert, kann sich aber zum Beispiel auf Wartezeiten positiv auswirken.
  • Freiwillige Beiträge: Wenn man in bestimmten Zeiten freiwillig Beiträge an die Deutsche Rentenversicherung geleistet hat, zählen diese ebenfalls im Rahmen der Mindestversicherungszeit. Voraussetzung dafür ist aber, dass man 18 Jahre lang auch Pflichtbeiträge entrichtet hat.
  • Pflege: Wer einen Angehörigen mit mindestens Pflegegrad 2 zu Hause pflegt, wird von der Deutschen Rentenversicherung dafür belohnt. Zum einen ist die Pflege ab diesem Pflegegrad rentenversicherungspflichtig, wenn sie für mindestens zehn Stunden, verteilt auf zwei Tage oder mehr pro Woche geleistet wird. Dabei darf der Pflegende maximal 30 Stunden pro Woche berufstätig sein. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, zahlt die Pflegekasse die entsprechenden Beiträge an die Rentenkasse. Zum anderen gelten Pflegezeiten als Wartezeiten, die beim Rentenanspruch berücksichtigt werden.

Fazit: Rente mit 63 ≠ Rente ab 63

Ob Anspruch auf die abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren besteht, ist eine Frage des Geburtsjahrgangs und der Erwerbsbiographie. Viele Beschäftigte werden nicht in den Genuss dieser Rentenform kommen. Alle nach 1964 Geborenen müssen bis zum 65. Lebensjahr arbeiten, bevor sie abschlagfrei in den Ruhestand gehen können. Für bestimmte Berufsgruppen (zum Beispiel Akademiker) ist es fraglich, ob sie auf 45 Beitragsjahre kommen. Es gibt zwar Möglichkeiten, die Rente im Alter von 63 Jahren zu beginnen, doch müssen dann teilweise erhebliche Abschläge in Kauf genommen werden. Allerdings bestehen mit dem Flexirentengesetz nun auch vereinfachte Regelungen, um finanzielle Lücken rechtzeitig auszugleichen.


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